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Die
Spargelzeit ist aus dem gesamten Jahresablauf kaum wegzudenken. Die Spargeläcker
brauchen zwar während des ganzen Jahres ihre spezielle Pflege und
Bearbeitung, in der Spargelzeit aber ist das edle Gemüse am anspruchvollsten.
Zweimaliges Stechen der Spargel gehört zum normalen Tagesablauf,
den man schon als ein Ritual bezeichnen könnte. Fleißige Helferinnen
und Helfer sind mit am Werk und an den Annahmestellen herrscht zweimal
am Tag Hochbetrieb.
Wer
schon am frühen Morgen zwischen den Erdwällen steht, muss mit
wachem Kennerblick sehen, dass sich die Erde sternförmig ein klein
wenig zu öffnen beginnt. Hier drängt ein Spargeltrieb nach oben,
der mit der Hand vorsichtig freigelegt wird. Nach diesem wird der Spargel
mit Hilfe eines Spezialmessers etwa 25 cm tief zielsicher gestochen und
vorsichtig herausgeholt. Mittels Kelle wird der Erdwall wieder glattgestrichen.
Leicht ist die Ernte gewiss nicht, schließlich muss die Arbeit relativ
schnell von Hand gehen. Denn wenn der Spargel erst einmal seinen Kopf
aus der Erde reckt, verfärbt er sich und ist dadurch gleich von minderer
Qualität.
Der "Schwetzinger Meisterschuss" ist diejenige
Sorte, die in der Kurpfalz am meisten zu finden ist. Beim Spargel (lat.
"Asparagus") handelt es sich um eine mehrjährige, zweihäusige
Staude. Der Spargel wird durch Setzlinge vermehrt, die in speziellen Spargelzuchten
gewonnen werden. Hier in der Kurpfalz findet man nur den weißen
Spargel vor, die grünen, blauen und violetten Sorten werden hier
nicht in nennenswerter Weise gezüchtet. Die Klassifizierung des Spargels
reicht von Klasse Extra bis zur III. Klasse. Mindestdurchmesser, Größensortierung
und die Form sind hier entscheidend. Auch die Spargelernte ist geregelt.
Die Saison beginnt Ende März und endet Mitte Juni. Es muss sicherlich
gerade für Durchreisende in der Kurpfalz ein schönes Erlebnis
sein, dem Bauern beim Spargelstechen über die Schulter zu schauen
und die Spargel frisch vom Feld mit nach Hause zu nehmen.
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